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07.07.2020: Von vier Rädern auf zwei: Stadt Wesseling optimiert Radwegenetz und Radinfrastruktur

07.07.2020: Von vier Rädern auf zwei: Stadt Wesseling optimiert Radwegenetz und Radinfrastruktur

Kurze Wege, wenig Steigung und gute Verknüpfungen mit dem Zug und der Straßenbahn nach Köln und Bonn; eigentlich bietet Wesseling topografisch sehr gute Rahmenbedingungen für das Fahrrad als Alltagsverkehrsmittel. Die Analyse, auf deren Grundlage das Büro brenner BERNARD das Radverkehrskonzept erstellt hat, zeigt aber, dass die Stadt Wesseling in Sachen Sicherheit und Komfort für Radfahrerinnen und Radfahrer noch nacharbeiten muss, damit der PKW nicht mehr so oft die erste Wahl ist. Die ersten 57 von insgesamt 118 Maßnahmen gehen sofort in die Umsetzung. Das hat der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umweltschutz auf Vorschlag der Verwaltung im Juni beschlossen. Ursprünglich hatte der Ausschuss initiiert, dass das Konzept auf das gesamte Stadtgebiet ausgelegt wird.

Das Konzept dient als Handlungsrahmen für die Förderung des Radverkehrs in den kommenden Jahren. Am Ende soll ein geschlossenes Radwegenetz von guter Qualität und eine moderne Infrastruktur von sicheren Fahrradabstellanlagen an Wohn- und Zielorten stehen. Für Wesseling als Stadt am Rhein-Radweg ist natürlich auch der Freizeitradverkehr und Fahrradtourismus von Belang. Auch dieser wird im Konzept berücksichtigt.

Zur Erarbeitung des Konzepts hat das Ingenieurbüro alle Mängel an der Radinfrastruktur – zum Beispiel an den Knotenpunkten Flach-Fengler-Straße/ Westring und Mühlenweg/ Hubertusstraße – erfasst, die notwendigen Maßnahmen zusammengestellt und priorisiert. Mit den 20 von Bürgerinnen und Bürgern sowie der Politik im Rahmen des Beteiligungsverfahrens ergänzten Maßnahmen umfasst das Konzept jetzt insgesamt 118 Maßnahmen; von kostengünstig bis kostenintensiv, von schnell umgesetzt bis aufwendig. Darunter sind auch Marketingmaßnahmen, die das Potenzial des Fahrrades als klima- und umweltverträgliche Alternative aufzeigen.

Die Verwaltung hat nun den Auftrag, 57 Sofortmaßnahmen umzusetzen. Einige davon liegen allein in städtischer Hand, einige müssen gemeinsam mit Land, Rhein-Erft-Kreis oder HGK angegangen werden. Für die Sofortmaßnahmen sind im Doppelhaushalt 2019/2020 zunächst 500.000 Euro vorgesehen. Unter den Sofortmaßnahmen sind zum Beispiel neue Verkehrsschilder oder Radwegweiser, das Entfernen oder Installieren von Absperrungen oder auch die Einrichtung von Bring- und Abholzonen an Grundschulen oder Radüberwegen.

Für alle Maßnahmen, die größere Planungsleistungen, weitere Beschlüsse und größere bauliche Eingriffe in den Verkehrsraum erfordern – zum Beispiel die Neuordnung ganzer Kreuzungen –, erarbeitet die Verwaltung ein Realisierungskonzept für die kommenden Jahre.

Bürgermeister Erwin Esser: „Wesseling liegt am Rheinradweg NRW in der Radregion Rheinland. Ein optimiertes Radwegenetz ist ein Muss. Daran werden wir intensiv arbeiten und dabei auch nicht die Wege über die Felder als verbindende Elemente zwischen Wesseling und den Nachbarstädten Brühl und Bornheim und dem Vorgebirge mit seinen Erholungsgebieten Ville und Kottenforst vergessen. Der Radtourismus entlang des Rheins ist zunehmend ein belebendes Element auch für Wesseling und die Möglichkeit auch für die Älteren mit E-Bikes länger mobil zu bleiben, ist uns ein zusätzlicher Ansporn bei unseren Anstrengungen für den Radverkehr."

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