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Industriebrache Norton: Stadt Wesseling zeigt Zähne

18.06.2020: Industriebrache Norton: Stadt Wesseling zeigt Zähne

Nach ihrer Schließung Anfang der 1990er-Jahre war die ehemalige Firma Norton vielleicht noch romantisch verträumt anzusehen mit ihren roten Backsteinen und grünen Ranken an den Fassaden, aber seit viel zu langer Zeit zunehmender Verwahrlosung und fortschreitenden Verfalls ist die Industriebrache ein Schandfleck für Wesseling. Auf Vorschlag der Verwaltung hat der Rat der Stadt nun mehrheitlich eine Vorkaufsrechtssatzung für das 9 Hektar große Gelände auf den Weg gebracht, um den aus jahrzehntelanger Fehlentwicklung resultierenden städtebaulichen Missständen Herr zu werden und die Flächen gewerblich nutzbar zu machen.

"Eine Abkehr vom Nichtstun ist seitens der Eigentümerin des Geländes ohne stärkeren Druck nicht zu erwarten. In den vergangenen Jahren sind wir – wie auch meine Vorgänger im Amt – wieder und wieder auf mehrere Generationen Eigentümerinnen und Eigentümer zugegangen", berichtet Bürgermeister Erwin Esser. "Selbst die Vermittlung durch Flächenpool NRW, erfahren in der Aktivierung von Baugrundstücken in ausweglos verfahrener Gemengelage, hat seit 2014 zu keiner Einigung geführt. Deshalb haben meine Verwaltung und ich dem Rat nach gründlicher anwaltlicher Beratung die nun beschlossene Satzung zum Beschluss vorgelegt. Wir sind nicht länger gewillt, dieses Aussitzen der Eigentümerin zu akzeptieren, und zeigen Zähne. Eigentum verpflichtet."

Gemäß Baugesetzbuch kann eine Gemeinde mit einer solchen Satzung zur Sicherung einer geordneten städtebaulichen Entwicklung Flächen in Gebieten, in denen sie städtebauliche Maßnahmen in Betracht zieht, definieren, an denen ihr ein Vorkaufsrecht zusteht. Das sogenannte besondere Vorkaufsrecht kann sowohl im Falle des beabsichtigten Verkaufs von Teilflächen als auch des gesamten Areals des "Norton-Geländes" ausgeübt werden. Mit der neuen Satzung ist der Einstieg in die Einleitung vorbereitender Untersuchungen zur Entwicklung städtebaulicher Maßnahmen nun möglich. Ziel muss es sein, das Gelände endlich im Sinne der Stadt zu entwickeln.

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